Auszug aus der Eröffnungsrede von Herrn Wolfram Martin, Bad Berleburg, Jagdkunstpublizist und Jagdschriftsteller, anlässlich der Ausstellungseröffnung im August 2001 in Landau.

Peter J. Hautmann, Natur- und Jagdmaler, Jahrgang 1941, wuchs im westfälischen Soest auf. Nach dem humanistischen Gymnasium begann er 1964 bei der Dresdner Bank AG seinen Berufsweg, der ihn 1990 als Direktor der Filialen Neustadt und Landau in die Wein-Pfalz führte, wo er sich schließlich häuslich, jagdlich und künstlerisch niederließ.

Das künstlerische Talent haben ihm seine bayerischen Eltern vererbt -  Mutter, Porzellanmalerin der Firma Rosenthal in Selb/Oberfr. und Vater Handwerksmeister im Herrenausstattergewerbe. In seinem Beruf eher von der Ratio bestimmt, brachten ihn Kontakte zum Jagdmaler Walther Niedl und private Weiterbildungen an verschiedenen Kunstschulen auf die Fährte der naturalistischen Malerei.

Als passionierter Jäger und Hundeführer tritt er 1985 dem Orden “Silberner Bruch” bei und bekommt 1991 als Vorstand der neugegründeten “Stiftung Wald, Wild und Flur in Europa, Stuttgart” die Chance, seine Überzeugung in die aktive Arbeit zur Wahrung unserer Natur einfließen zu lassen.Im Jahr 2001 wird er Mitglied im “Forum Lebendige Jagdkultur”.

Er jagt im jägerischen wie im künstlerischen Leben, um sich mit der Natur auseinander zu setzen, und malt, um auf das Spannungsverhältnis zwischen Tier, Mensch und Lebensraum hinzuweisen. Seine Werke haben auch eine Botschaft, die uns etwas sagt vom Schönen und Schützenswerten in der Natur.

Seine hauchzarten Aquarelle, die meistens sparsam fragmental komponiert sind, und die fast transparent anmutenden Ölbilder - oft sehr stimmungsvolle Motive aus den Bergen - reflektieren den bekennenden Jagd-Romantiker und geben etwas von der Verletzbarkeit des Natürlichen und der Sehnsucht des Jägers und Naturbeobachters wieder. Der malende Jäger Hautmann beschränkt sich nicht auf Wild und jagdliches Erleben, er nimmt auch die Impressionen am Rande des Pirschweges auf. Hierin liegt der besondere Charme, aber auch die Aufrichtigkeit seiner Bilder, mit denen uns der archaische “maskuline” Jägermensch behutsam, zurückhaltend und stimmungsvoll, manchmal ein wenig romantisch und dennoch völlig unsentimental gegenübertritt. Einigen seiner Bilder ist eine gewisse Jungfräulichkeit eigen, als wäre der Maler der erste, der so weit in die Nähe des Tieres vorgedrungen ist, um es auch gleich wieder heimlich und leise verlassen zu wollen.

Berufsbedingt ging er erst vor einigen Jahren mit seinen Arbeiten an die Öffentlichkeit. Einzelausstellungen in Augsburg, Frankenthal, Köln, Landau, München, Jagdschloß Tambach (Deutsches Jagd- und Fischereimuseum), Warstein und Salzburg fanden bei Presse und Publikum eine gute Resonanz. .

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